Noch bevor das erste Flugzeug in
die Luft startete, gelang es findigen Entwicklern einen
Modellhubschrauber zu starten. Dies geschah im Jahre 1784 durch die
Franzosen Launoa und Bienvenue. Der Engländer Sir George
Cayley verbesserte das Modell. Der erste Hubschrauber der Menschheit
hob dank gegenläufiger koaxialen Rotoren ab. Ein Drillbogen,
ein Werkzeug, welches schon der Steinzeitmensch kannte, war der
Antrieb. Eine Steuerung war an diesem einfachen Flugkörper
noch nicht eingebaut.
Die Entwicklung schritt voran. Der „Schneider von
Ulm“ konstruierte in den Jahre 1810 bis 1811 seinen
berühmten Hängegleiter. Trotzdem er bei seiner
Vorführung, ein Flug über die Donau,
abstürzte, geht die Wissenschaft davon aus, dass es sich bei
seinem Fluggerät um einen erprobten Hängegleiter
handelte, der nur unter zu schlechten Voraussetzungen
vorgeführt wurde. Berichte sprechen von Abwinden, die am
Vorführungstag herrschten.
George Calvy veröffentlichte im Jahre 1810 eine entscheidende
Idee. Er schlug vor die Flügel stabil an einem Rumpf zu
befestigen und den Antrieb durch einen Vortriebsmechanismus zu
erreichen.
Er baute im Jahre 1849 einen Dreidecker und flog tatsächlich
als erster Mensch in einem „modernen“ Flugzeug eine
kurze Strecke.
Otto Lilienthal, Gustav Weißkopf, die Gebrüder
Right. All diesen Flugpionieren ist es zu verdanken, dass sich der
moderne Mensch frei durch die Luft bewegen kann. Durch ihren Mut wurden
die größten Entfernungen überwindbar.